Der schwarze Wind

Als Lisa an diesem Samstag abend die Wohnung verließ, begleitete Sie das Gefühl der Achtung bereits den ganzen Tag. Es klebte förmlich an ihrem Nacken und der Gang zum Kiosk sollte die Verspannung ein wenig lösen, trotz kalter, grauer Nacht.
Sie küsste ihren schwer kranken alten Kater der mit den mini-cats auf dem Bett lag. Der Anblick rührte Sie, solange die drei Wesen zusammen waren, ließ sich der Rest wesentlich besser ertragen. Auch jetzt schaute der alte schwarze Romeo zu Lisa als Sie an der Türe stand und blinzelte ihr zu, wie jedesmal als sie ihm versicherte, sie komme gleich zurück.
Lisa sollte jedoch an diesem abend nicht die gleiche bleiben und aufgelöst und verärgert zurückkehren. Sie wußte das Leben würde sie auch außerhalb dieser Wohnung herausfordern und auch ihr Vorsatz „sich nicht aus der Fassung bringen lassen“ wird in einem Ausnahmezustand wahrscheinlich nicht beizubehalten sein. Doch Romeo  stand an erster Stelle in dieser Zeit und mit diesem Gedanken schloß Sie die Wohnungstüre hinter sich.

Es war bereits dunkel als sie das Licht im Hausflur anknippste. Auf dem Weg zur Haustüre blieb sie instinktiv stehen, etwas roch…verkohlt, rauch.
Von Feuer und Flammen aber sei gesagt, könnte Lisa selbst Geschichten erzählen wie sie bereits im Babyalter allein vor einem lichterloh brennenden Tannenbaum stand, da war sie gerade 12 Monate, ein anderes mal war die Ursache eine Pfanne mit Öl weil der Herd vergessen wurde auszuschalten, dann wiederum ein Wohnungsbrand, ausgelöst durch Wunderkerzen, aber auch ein Teelicht war einmal der Grund warum Lisa im Schlaf vom Feuer überrascht wurde. Und jenes Feuer erschien dem  jungen Fräulein im Schlaf und Sie erwachte in einem Feuermeer und Sie versuchte es mit dem einzigen Erinnerungsstück ihres Opas, eine Kinderbettdecke, zu löschen. Aber die Glut verteilte sich im ganzen Zimmer. Es waren schon einprägende Erlebnisse.

Doch jetzt im Moment dachte sie nicht über die Vergangenheit, das erlebte hatte sich bereits so tief in ihr eingebrannt, das lisa nur noch von ihrem instinkt geführt wurde.

Sie lief runter in den Keller und suchte regelrecht wie ein schnüffelnder Hund nach dem Geruch, sie  schloß alle Kellertüren auf, aber da war nichts, sie lief wieder hoch, ein  11 Parteien Mietblock, ca.12 Kinder & Jugendliche, lisa rannte schnüffelnd ins 1 . og zu ihrer Mutter in die Wohnung und schloß die Türe auf und rief “ mama es breeeeeeennt“. sobald das aus ihrem Munde kam, erfasste sie die körperliche panik und ihr geschrei verstummte in Hagel der Gefühle die im halse stecken blieben,
während sie sich klopfend von wohnungstüre zu türe schleppte, erstarrten einige mit der Nachricht, einige schloßen die türe wieder mit der bemerkung bei uns ist kein feuer,einige konnten es nicht riechen…

lisa war sich sicher, irgendwo brennt es, sie lief runter zu ihrer wohnung und blieb vor der türe der alten kranken Frau stehen, tatsächlich dort roch es am extremsten, es kam von ihrer direkten nachbarin. sie kloppfte wieder, jetzt machte auch die nebennachbarin von Links ihre wohnungstüre auf und schrie etwas auf russisch als sie den geruch bemerkte und schloß sofort wieder die Türe.

lisa klopfte weiter bei der alten kranken Frau und schrie in drei verschiedenen Sprachen, aber es schien niemand in der wohnung zu sein. Und wenn doch. Lisa konnte es nicht fassen, Sie war tatsächlich immernoch alleine im Flur, im Gang, keiner der nachbarn stand ihr bei, „and the rest der Welt schaut zu“.  sie rannte raus um an die fenster der somalierin zu klopfen und sah das licht im wohnzimmer, aber die frau machte ihr nicht auf. was ist wenn schon was passiert ist und sie mich nicht hört…keiner war draußen und bemerkte wie lisa von fenster zu fenster ging und versuchte hineinzuschauen, mittlerweile konnte sie den rauch auch draußen riechen. es war verlifxt, kein mensch auf den straßen, nicht mal die nachbarin gegenüber die gewöhnlich am Fenster ihre zigarette rauchte, nicht mal sie das allsehende auge dieser straße, war anwesend als lisa getrieben von ihrer panik, nun ganz hilflos dastand.
Sie, packte die Wut,  es hatte minuten gedauert es überhaupt zu lokalisieren, warum ging kein Rauchmelder an? Sie hatte das Ding schon oft bis zu ihrem wohnzimmer hören können, selbst wenn musik lief, hörte sie diesen permanenten dauerpiepston…diese dinger wurden vor einigen jahren in der wohnung der gesamten straße in der gesamten stadt eingebaut. und es hatte seine zeit der eingewöhnung, bis sich jeder einzelne dieser menschen einmal mit seinem piepser auseinander setzen musste um den knopf an der decke auszuschalten… einige geräte ließen sich nicht abschalten und mussten zerstört werden um diesem dauerton zu entkommen, den jeder in der straße hören konnte, sobald er anging.

es reichte ihr, sie stand wieder alleine da, alle diskutieren aber keiner handelt. lisa ruft die feuerwehr und muss sich auch in dieser notsituation den feuerwehr leuten erklären, denn die haben genaue Anweisungen wann auszurücken ist, für den nicht-Wissenden Notrufenden , eine Falle. „auch wenn kein feuer in sicht ist,  der Rauch ist im ganzen Haus zu riechen, in der Wohnung brennt licht, die alte dame kann unsere sprache nicht und öffnet nicht die türe, reichen ihnen nun die fakten? kommen sie schnell und bringen sie einen krankenwagen mit.“  Doch nach dem auflegen war sie nicht beruhigt, sondern erregt. warum war am anderen ende so ein ton an den tag gelegt worden? warum wird jemandem der hilfe ruft, hilfe verwehrt? was war los? was ist blos los hier lisa musste sich erstmal anhören; kommen sie mal runter, es sind doch keine flammen im spiel..

es ist eine pharse..während Lisa kopfschüttelnd zum Kiosk lief und den block der nun in aufruhr war, hinter sich ließ. war zwar kein feuer zu sehen, aber im Flur machte sich nun eine rauchschwarte bemerkbar und das hatte nichts gutes zu bedeuten. Sie musste sich eigenlich beruhigen als die Feuerwehr vom Kiosk aus zu hören war,  aber selbst die Verkäuferin wunrderte sich über soviele Sirenen und meinte „was ist denn da los, das ist aber kein normaler Einsatz“ Lisa rannte zurück.

Nein, alle vier-fünf Feuerwehrautos versperrten alle drei Straßen rund um das gesamte Wohngebiet und es waren über dreißig Männer vor Ort als Lisa um die Ecke kam. Selbst ein Reporter fuhr gerade mit dem Fahhrad an und alle versammelten sich.
Lisa sollte sich jedoch erst später, viel später die Frage bewußt machen, warum soviele Akteure vor Ort waren, dafür das sie sich an der Notfallstrippe hat erklären müssen… keine Flammen in Sicht. Sie beobachtete

 

fortsetzung folgt…

 

während der Erzählung wird das erlebte nochmals durchlebt, warum also niederschreiben, warum alles wieder hervorrufen;. ist es eine Abrechnung, eine Klage, eine systemrelevante Wahrheit dessen Zeitgeist vom wegschauen schweigen geprägt ist. Es ist eine Geschichte aus dem wahren Leben, die beschreibt was mit den einzelnen Helden passiert, wenn sie als einziger stark sein müssen, wenn alle anderen emotional nicht mithalten können und wegschauen und versagen. Es soll dem Menschen Mut machen zu Helfen. Denn auch ein Held wird morgen einen Helden benötigen.

aus der Reihe „…was bleibt ist Stift und Wahrheit“

 

 

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